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Volt Münster zur Ratssitzung am 01.07.2026

Volt Münster zur Ratssitzung am 01.07.2026

Volt Münster
4 Min. Lesezeit
Home Blog Volt Münster zur Ratssitzung am 01.07.2026

Resolution Ausbau B51

Volt unterstützt gemeinsam mit Grünen, SPD und CDU eine Resolution zur Überarbeitung der Ausbaupläne der B51. Ziel ist eine leistungsfähige Verkehrsachse, die gleichzeitig Flächenverbrauch reduziert, Natur und Landwirtschaft schützt und die Mobilitätswende stärkt. „Wir brauchen eine Planung, die den Realitäten von heute gerecht wird – mit einem starken Zusammenspiel von Straße, Bahn, Bus und Radverkehr“, so Fraktionssprecherin Maren Berkenheide.

Die gemeinsame Stellungnahme der Koalition und CDU ist hier zu finden:
https://volt-muenster.de/blog/koalition-und-cdu-fordern-bund-und-land-auf-b51-planung-zu-%C3%BCberarbeiten/

Einzelhandels- und Zentrenkonzept: Nahversorgung der Zukunft braucht neue Planungsgrundlagen
(Vorlage)

Mit dem neuen Einzelhandels- und Zentrenkonzept schafft die Stadt Münster eine wichtige Grundlage für die langfristige Sicherung der Nahversorgung. Das Konzept legt fest, wo sich Supermärkte, Drogerien und andere Angebote des täglichen Bedarfs entwickeln sollen, um kurze Wege und lebendige Stadtteilzentren zu erhalten.

„Eine gute Nahversorgung ist ein wesentlicher Baustein lebenswerter Quartiere. Deshalb begrüßen wir, dass die Stadt Versorgungslücken identifiziert und neue Wohngebiete frühzeitig mitdenkt“, stellt Helene Goldbeck, planungspolitische Sprecherin von Volt Münster, fest.

Aus Sicht von Volt sollte das Konzept künftig jedoch noch breiter gedacht werden. Die Analyse konzentriert sich vor allem auf stationäre Einzelhandelsstandorte. Das tatsächliche Einkaufsverhalten verändert sich jedoch rasant: Online-Lebensmittelhandel, Lieferdienste und hybride Einkaufsformen gehören für viele Menschen inzwischen zum Alltag.

„Nahversorgung ist heute nicht mehr nur eine Frage von Standorten, sondern ein Versorgungssystem“, so Goldbeck. „Wenn wir die Stadt von morgen planen, müssen wir auch verstehen, wie Menschen sich tatsächlich versorgen.“

Volt regt deshalb an, die Datengrundlage künftiger Fortschreibungen zu erweitern. Neben Verkaufsflächen sollten auch digitale und liefergestützte Versorgungsformen systematisch erfasst werden. Der stationäre Einzelhandel bleibt dabei unverzichtbar – für lebendige Quartiere ebenso wie für kurze Wege. Gute Stadtplanung sollte jedoch die gesamte Versorgungsrealität in den Blick nehmen, um auch künftig passgenaue Entscheidungen treffen zu können.

Volt Münster zur Münsterumfrage 2025: „Stark, Münster!
(Vorlage)

Die Münsterumfrage ist die wichtigste regelmäßige Bürgerbefragung der Stadt. Sie zeigt, wie die Menschen ihre Lebensqualität, ihre Stadt und aktuelle kommunale Herausforderungen wahrnehmen. Gerade deshalb ist sie mehr als eine Momentaufnahme; sie liefert wichtige Hinweise für die zukünftige Stadtentwicklung.

Die Ergebnisse zeichnen ein positives Bild: Münster gilt als lebenswert, weltoffen und stabil. Gleichzeitig zeigt die Umfrage deutlich, wo die Bürgerinnen und Bürger Entwicklungspotenzial sehen.

Besonders auffällig ist die Lücke beim Merkmal „fortschrittlich“. „Die Menschen wünschen sich eine Stadt, die moderne Verwaltung, innovative Stadtentwicklung und zügige Verfahren stärker zusammenbringt. Das verstehen wir nicht als Kritik, sondern als klaren Zukunftsauftrag“, erklärt Helene Goldbeck, planungspolitische Sprecherin für Volt Münster.

Auch beim Thema Klimaanpassung liefert die Umfrage konkrete Hinweise. Trinkwasserangebote, Schatten und kühle Aufenthaltsorte werden vergleichsweise kritisch bewertet. Aus unserer Sicht bestätigt das den eingeschlagenen Weg der Verwaltung, Maßnahmen aus dem Hitzeaktionsplan konsequent auszubauen.

Die Münsterumfrage zeigt zugleich, dass sich auch ihre eigenen Fragestellungen weiterentwickeln sollten. Zukunftsthemen wie Mobilität, Digitalisierung oder die Erfahrungen der Menschen mit kommunalen Dienstleistungen prägen den Alltag zunehmend und sollten deshalb künftig systematisch Teil der Befragung werden.

Deutschlandticket in Münster: dauerhaft gesichert statt Verlängerung im Halbjahrestakt

Der Rat hat das Deutschlandticket für Münster dauerhaft abgesichert (zur Vorlage). Statt der bisherigen Verlängerung im Halbjahrestakt gilt das Ticket jetzt ohne Verfallsdatum.

Dazu erklärt Sven Konopka, Ratsherr für Volt:
„Ein gutes Ticket gehört nicht alle sechs Monate auf den Prüfstand, sondern verlässlich in jede Tasche. Genau das machen wir heute: Wir nehmen dem Deutschlandticket in Münster das Verfallsdatum. Ehrlich ist aber auch, dass der Bund den Städten die Kosten nicht mehr voll erstattet, sondern nur noch eine gedeckelte Pauschale zahlt. Ein bezahlbares Ticket darf nicht auf Kosten des Angebots gehen. Bund und Land sind jetzt am Zug, es verlässlich zu finanzieren.“

Sicherungsmaßnahmen an Schulen

Der Rat hat die Fortführung der Videoüberwachung an einzelnen städtischen Schulen beschlossen, wie von der Verwaltung vorgeschlagen. Auf Initiative der Koalition wurde die Vorlage geändert: Statt Schulhöfe pauschal abzuzäunen, wird die Verwaltung beauftragt, die Nutzungssatzung zu überarbeiten und die Höfe stärker für die Öffentlichkeit zu öffnen. Volt hat der geänderten Vorlage zugestimmt.

Dazu erklärt Sven Konopka, Ratsherr von Volt:
„Ein Schulhof, der genutzt wird, ist sicherer als einer, der leer und abgeschlossen ist. Deshalb sind Zäune für uns die Ausnahme, nicht die Regel. Bei der Videoüberwachung wägen wir zwischen Datenschutz, Freiheit und Wirkung ab, und hier ist der Bericht eindeutig: Der Vandalismus ist an den bestehenden Standorten auf nahezu null gesunken, die Speicherdauer ist klar geregelt und die Ausschüsse bleiben eingebunden. Am Bremer Platz setzen wir zudem auf ein gemeinsames Vorgehen mit Drogen- und Wohnungslosenhilfe, statt Probleme nur zu verschieben.“

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