ADFC-Fahrradklimatest 2024: Münster bleibt Fahrrad-Hauptstadt – aber tritt auf der Stelle

Umwelt und Klima 2 Minuten Lesezeit

ADFC-Fahrradklimatest 2024: Münster bleibt Fahrrad-Hauptstadt – aber tritt auf der Stelle

Aus der Zeit als Ratsgruppe (2020–2025)

Platz 1 mit der Note „Befriedigend“ ist kein Grund zur Freude. Auch 2024 führt Münster das Städteranking des ADFC-Fahrradklimatests in seiner Größenklasse erneut an. Doch trotz der Spitzenplatzierung bleibt die Gesamtnote bei einem nüchternen „Befriedigend“. Es ist ein Ergebnis, das nicht durch Begeisterung auffällt – sondern durch Stagnation. Denn bereits 2022 erhielt Münster dieselbe Bewertung. Für Volt ist klar: Platz 1 mit einem „befriedigenden“

Platz 1 mit der Note „Befriedigend“ ist kein Grund zur Freude.

Auch 2024 führt Münster das Städteranking des ADFC-Fahrradklimatests in seiner Größenklasse erneut an. Doch trotz der Spitzenplatzierung bleibt die Gesamtnote bei einem nüchternen „Befriedigend“. Es ist ein Ergebnis, das nicht durch Begeisterung auffällt – sondern durch Stagnation. Denn bereits 2022 erhielt Münster dieselbe Bewertung. Für Volt ist klar: Platz 1 mit einem „befriedigenden“ Ergebnis ist kein Grund zur Selbstzufriedenheit – sondern ein klarer Auftrag zum Handeln.

Zwar überzeugt Münster weiterhin durch eine ausgeprägte Fahrradkultur, gezielte Öffentlichkeitsarbeit und eine hohe Alltagsnutzung des Fahrrads. Die Erreichbarkeit der Innenstadt ist vielerorts gut. Doch wo es im Alltag wirklich zählt, geraten Radfahrende regelmäßig ins Stocken – oder werden ausgebremst: holprige Radwege (Note 3,7), unvorteilhafte Ampelschaltungen (3,5) und kaum wahrnehmbare Falschparkerkontrollen (3,9) machen das Radfahren zur Geduldsprobe.

„Wer in Münster Rad fährt, fährt oft mit angezogener Handbremse – auf zu engen Wegen, mit regelmäßigen Stopps an Kreuzungen und im ständigen Ausweichmanöver gegenüber parkenden Autos“, bringt Sebastian Kappen die Situation auf den Punkt. „Dass sich daran seit Jahren kaum etwas ändert, ist enttäuschend.“

Für Volt ist dieses Ergebnis kein Anlass zur Resignation – sondern ein Weckruf. Wenn Münster seine Klimaziele ernst nimmt, dann muss das Fahrrad zu einer echten, sicheren und komfortablen Alternative für alle werden – nicht nur auf Plakaten, sondern auf der Straße. Was andernorts längst Realität ist, sollte in Münster endlich konsequent umgesetzt werden: sichere Kreisverkehre nach niederländischem Vorbild, durchgängige Velorouten, intelligente Ampelschaltungen und rund um die Uhr zugängliche Fahrradparkhäuser. Die Vorbilder in den Niederlanden und Dänemark zeigen, wie es geht – Münster muss den Anschluss endlich wieder suchen.

Was es jetzt braucht, ist nicht der nächste Modellversuch, sondern Mut zur konsequenten Veränderung. Volt steht für eine Stadt, in der Radfahren nicht nur möglich ist, sondern selbstverständlich – komfortabel, sicher und klimafreundlich.

Foto: Stadt Münster/Michael Möller

Hinweis:
In der oiriginalen Version der Meldung sprachen wir von einem Ergebnis mit „einer Drei vor dem Komma“. Tatsächlich liegt die Gesamtnote mit einer 2,97 knapp unter 3. Wir haben dies korrigiert.

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