Münster, 22. März 2025 – Die angekündigte Kürzung der Schnellbuslinien S60, S90 und X90, welche zukünftig nur bis zum Hauptbahnhof statt bis zum Bült verkehren werden, sorgt bei der Volt-Ratsgruppe für Unmut. Grund dafür ist allerdings nicht die Maßnahme selbst, sondern die mangelhafte Kommunikation darüber.
„Über eine solch grundlegende Entscheidung möchten wir nicht aus der Zeitung erfahren. „Es wäre dringend geboten , den Ausschuss für Verkehr und Mobilität (AVM) frühzeitig und transparent einzubeziehen“, kritisiert Marcus Wilhelm, Mitglied im Verkehrsausschuss. „Dass weder der Ausschussvorsitz noch die Mitglieder im Vorfeld informiert wurden, zeigt einen deutlichen Nachholbedarf in Sachen Transparenz und Beteiligung seitens der Verwaltung und der RVM.“
Inhaltlich bewertet die Ratsgruppe die Maßnahme differenziert: „Der Wegfall der Haltestelle Bült ist aus Sicht einer klaren Linienstruktur nachvollziehbar. “Attraktive Umstiegsmöglichkeiten am Hauptbahnhof sind für uns letztlich entscheidend, um eine hohe Akzeptanz bei den Fahrgästen zu gewährleisten“, ergänzt Sebastian Kappen.
Langfristig setzt sich die Volt-Ratsgruppe für eine grundlegende Neuordnung des ÖPNV ein. „Wir benötigen eine klare Struktur mit drei zentralen Umstiegspunkten, die den öffentlichen Nahverkehr in Münster zukunftssicher und attraktiv machen. Der Hauptbahnhof allein kann nicht dauerhaft alle Verkehrsströme bündeln. Eine strategische Neuausrichtung nach dem Vorbild eines Tangenten-Systems muss unser Ziel sein“, betonen Kappen und Wilhelm gleichermaßen
Die Volt-Ratsgruppe appelliert daher an die Stadtverwaltung und den RVM, zukünftig frühzeitig mit dem Ausschuss für Verkehr und Mobilität in Dialog zu treten, um Entscheidungen besser nachvollziehbar zu machen und Bürger*innen umfassend zu informieren.