Gesamtschulen in Münster: Nachfrage ist Vertrauensbeweis
Die Zahlen sind eindeutig. Münsters städtische Gesamtschulen sind hoch attraktiv und gleichzeitig deutlich überlastet. Für das Schuljahr 2026/27 gibt es erneut eine große Zahl an Absagen. 440 Kinder sind davon betroffen. Das sind mehr als doppelt so viele, wie derzeit Plätze zur Verfügung stehen.
Daran zeigt sich, dass viele Kinder und Eltern das Angebot der Gesamtschulen nutzen möchten, aktuell aber nicht zum Zuge kommen. Dieses Erfolgsmodell unterstreicht den dringenden Bedarf des geplanten Neubaus der vierten städtischen Gesamtschule. Für Volt gilt, dass Kinder und Eltern die Schulform wählen können sollen, die zu ihnen passt. Das Verfahren darf nicht vom Losentscheid abhängen. Ein bedarfsgerechter Ausbau ist dafür entscheidend.
„Die hohe Nachfrage ist ein Vertrauensbeweis in die Arbeit der Schulen. Die vielen Anmeldungen zeigen erneut den Wunsch der Eltern nach Gesamtschulen“, sagt Maren Berkenheide, Fraktionsvorsitzende der Volt-Ratsfraktion. „Deshalb müssen wir konsequent am Ausbau festhalten und ihn verlässlich umsetzen.“
Helene Goldbeck, stellvertretende Vorsitzende, ergänzt. „Wichtig ist, dass wir Bildungsmöglichkeiten in einer zentralen Bildungsstrategie zusammenführen. Wir müssen langfristig Kapazitäten steuern. Dafür braucht es klare Konzepte und belastbare Prognosen. Das gilt von der Kita über die Schulen bis hin zu den zahlreichen Weiterbildungsangeboten in unserer Stadt.“
Volt Münster wird die Situation weiter eng begleiten und den Austausch mit der Verwaltung fortsetzen. Als konkrete Unterstützung für Familien ohne Platz wäre eine zentrale und leicht verständliche Übersicht über verfügbare Kapazitäten eine spürbare Entlastung, gerade dann, wenn eine Zweitanmeldung notwendig wird.