Volt Münster

BV Mitte: Keine wirkliche Verbesserung der Radverkehrsführung

Die Grüne Fraktion, die SPD-Fraktion und Volt in der Bezirksvertretung Mitte lehnen die Vorlage der Verwaltung zur Verbesserung der Radverkehrsführung am Aegidiitor geschlossen ab.

„Es wurde schlicht unter falschen Voraussetzungen geplant“ gibt Martin Grewer (Volt) zu bedenken. „Die Verlagerung der Bundesstraße sollte dazu führen, dass deutlich weniger Verkehr durch diesen Bereich fließt und somit die trennende Wirkung zwischen Altstadt und Schloss bzw. Aasee aufgehoben werden kann.“

Auch Kai Meyer vor dem Esche (Grüne) kritisiert, dass „die Stadt sich auf den Weg gemacht hat, klimaneutral zu werden. Die dazu erstellte Studie kommt zu einem sehr deutlichen Ergebnis: der Autoverkehr muss sinken, andere Verkehrsträger müssen in den Fokus. Die Vorlage hingegen beachtet dies nicht.“

Für Martin Honderboom (SPD) liegt das Problem darin, an einem der attraktivsten Orte in unserer Stadt eine Autobahn-ähnliche, siebenspurige Straße zu belassen. „Wir müssen Lärm und Gefahrenquellen in diesem Bereich vermeiden, besonders da dieses Areal ein beliebter Ort für Jung und Alt in unserer Stadt ist. Wir sollten diesen Bereich so gestalten, dass sich die Aufenthaltsqualität steigert.“

Gina Auer (Grüne) betont den Aspekt einer zukunftsfähigen Planung: „Die Klimaveränderungen haben wir in Münster hautnah miterlebt, sei es 2014 durch die Überschwemmung oder im Hitzesommer 2018. Eine Planung muss das berücksichtigen: Flächen müssen entsiegelt werden und Hitzeinseln wie die am Aegidiitor umgeplant werden.“

Alle betonten, dass der Zeitpunkt für eine wirkliche Neuordnung der Verkehrsverhältnisse jetzt ist. Auch begrüßen sie eine Beteiligung der Bürger:innen und wünschen sich diese auch in Zukunft.